
Wenn Sie HIER klicken, sehen Sie wieviel Möglichkeiten es in Ihrer Nähe gibt,
Aktivpatin oder Aktivpate für ein Kind, einen Jugendlichen oder eine
Familie zu werden. Das kostet Sie kein Geld sondern nur etwas von Ihrer
Zeit in regelmässigen Abständen. Alle der ca. 300 örtlichen
Vermittlungsstellen freuen sich über einen Anruf von neuen
Aktivpatinnen und Aktivpaten.
Für Österreich und die Schweiz gibt es lokale Adressen auf der Website des europäischen Netzwerks ENCYMO
Nicht nur Kinder und Jugendliche in der dritten Welt
sind arm dran. Auch bei uns in Deutschland gibt es viele. Sie brauchen
allerdings nicht Ihr Geld sondern ein klein wenig von Ihrer Zeit. Sie
ist unbezahlbar, und sie fehlt oft den Eltern in bedrohlichem Ausmass.
Ehrenamtliche Aktivpaten übernehmen in ihrem eigenen Ort örtliche
Patenschaften. Sie machen damit einem Kind oder Jugendlichen ein
Geschenk, das mit Geld nicht möglich ist. Bei diesen Aktivpatenschaften
geht es darum, über längere Zeit hinweg, in regelmässigen Abständen mit
einem Patenkind zusammenzukommen und etwas nützliches und positives mit
ihm zu unternehmen. Das ganze findet nur statt, wenn das Kind oder der
Jugendliche und/oder die Eltern ausdrücklich den Wunsch danach
geäussert haben. Eine ehrenamtliche Aktiv-Patin ist keine Super-Nanny.
Sie vollbringt keine schnellen Wunder, sondern glaubt an Geduld und an
den wichtigen Einfluss einer langfristigen menschlichen Beziehung.
Die Nachfrage nach Aktivpaten und -patinnen ist riesengross. Deshalb sind wir dauernd auf der Suche nach ihnen. Es würde uns freuen, wenn wir Sie eines Tages auch dazu zählen könnten. Die untenstehenden Varianten von Aktivpatenschaften sind nicht immer scharf zu trennen. Jede Patenschaft ist anders und ändert sich über die Zeit.
1.Kinderpatenschaft
Das ist die häufigste Form der aktiven Patenschaften. Die bekannteste Kinderpatin ist die Leihoma. Leihomas bekommen manchmal eine kleine Aufwandsentschädigung pro Stunde. Wenn sie gar nichts oder nur die Fahrtkosten erstattet bekommen spricht man besser von Patenoma. Auch jüngere Aktivpatinnen kümmern sich als aktive Patentanten oder 'Wahltanten' mehr und mehr um Kinder. Jede Omavermittlung wird sich freuen, auch Wahltanten und Wahlonkels vermitteln zu können. Die betreuten Kinder sind meistens zwischen 3 und 14 Jahre alt. Leihopas, Patenopas und aktive Patenonkels gibt es auch, aber sie sind klar in der Minderzahl. Es gibt ungefähr 100 lokale Vermittlungsbüros für aktive Kinderpatenschaften in Deutschland. Die meisten von ihnen sind auf unserer Datenbank unter der Kategorie 'Kinder' zu finden.
Weitere Ausführungen zum Thema Leihoma finden sich auf der Website www.leihomas-leihopas.de. Aus einer Leihoma kann man keinen kostenlosen Babysitter machen. Sie kommt regelmässiger und langfristiger als der Babysitter. Andererseits kommt es durchaus vor, dass gute und liebgewonnene Babysitter mit der Zeit zu Leihomas oder Leihtanten werden.
2. Familienpatenschaft
In manchen Fällen gewinnen die Eltern zu der Kinderpatin so viel Vertrauen, dass sie zu einer Art Familienpatin avanciert. In bestimmten Familien ist dieser Aspekt der Elternbetreuung von vornherein besonders wichtig, gerade auch für das Wohlergehen der Kinder. Solche Familien sind oft Migrantenfamilien oder junge Familien mit wenig Erfahrung in administrativen oder auch erzieherischen Dingen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern gibt es in Deutschland noch sehr wenige Projekte die diesen Aspekt der ehrenamtlichen Betreuung besonders hervorheben. Sie sind in unserer Datenbank unter der Kategorie 'Familie' aufgeführt.
3. Lernpatenschaft
Die ehrenamtliche Hausaufgabenhilfle für einzelne Schüler ist weniger weit verbreitet als die Hausaufgabenhilfe in Gruppen. Erstere ist vor allem für Kinder mit besonderem Nachholbedarf gedacht. Viele Schulen und lokale Hilfsorganisationen freuen sich, wenn sich Lernpaten und Lernpatinnen für solch eine Aufgabe bei ihnen melden. Dort, wo diese Art von Patenschaft etwas organisiert ist, findet man die Kontaktdaten unter der Kategorie 'lernen' auf unserer Datenbank.
4. Job- und Ausbildungspatenschaft
bei der Job- und Ausbildungspatenschaft gibt es fast ebensoviel ehrenamtliche Jobpaten wie Jobpatinnen. Schüler in den letzten Klassen, die sich nicht zutrauen, einen ordentlichen Abschluss zu machen und eine Arbeit zu finden, werden von einem Jobpaten oder einer Jobpatin durch regelmässige Treffen bei beiden Vorhaben ermutigt und unterstützt. Obwohl es hier um ein sehr weit verbreitetes Problem geht, gibt es noch relativ wenige Lokalprojekte dieser Art in Deutschland. Lokale Vermittlungen von Jobpaten und -patinnen finden sich in unserer Datenbank unter 'Job'.
5. Karrierepatenschaften (Mentoring oder Coaching von Nachwuchskräften)
Das Wort Mentoring kommt aus der angelsächsischen Welt in Anlehung an den Mentor aus der griechischen Sage. Dieser Mentor kümmerte sich um den Sohn von Odysseus während letzterer auf kriegerische Abenteuer ging. Das Wort Coaching kommt aus der Sportwelt. Manche behaupten, es sei zielgerichteter als Mentoring.
Mentoring bedeutet heute im Englischen jede Art von ehrenamtlicher und aktiver Patenschaft zugunsten eines jungen Menschen. Im Deutschen bezeichnet es meistens nur die aktiven Patenschaften im Bereich der Karriereförderung. Meistens findet es statt zwischen einem älteren und jüngeren Studenten an der Uni, oder zwischen einem älteren und jüngeren Betriebsangehôrigen beim gleichen Arbeitgeber.
Mentoring im deutschen Sinn ist in unserer Datenbank nicht erfasst. Sie finden aber die örtlichen Vermittler dafür in unserer Website www.ehrenamtsportal.de auf der Seite 'Ehrenamtsarten' unter Punkt 7 ('ehrenamtlich helfen .. in der Unternehmens- und Karrierehilfe')
6. Besuchsdienste
Besuchsdienste, wenn sie auf längere Zeit angelegt sind, sind auch eine Art Patenschaft. Ein Erwachsener oder auch manche Jugendliche, kümmern sich um einen erwachsenen, gebrechlichen und alleinstehenden Menschen durch regelmässige Besuche.
Diese Art von Patenschaft ist nicht in unserer Datenbank erfasst. Sie können aber leicht feststellen, ob es sowas in Ihrem Wohnort gibt. Klicken Sie einfach im GOOGLE-Fenster "Besuchsdienste und dann den Namen Ihrer Stadt' Meistens stossen Sie dann auf eine Website einer Wohlfahrtsorganisation, die Ehrenamtliche für Besuchsdienste sucht.
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